Schlankheitspillen - zweifelhafte Helfer
02.07. Schlucken und schlank werden - so werben zahlreiche Diätpillen-Hersteller. Doch auf durchschlagende Erfolge dürften viele Anwender vergeblich hoffen. Denn die Wirkung der Pillen ist oft fraglich, und bei einigen drohen gravierende Nebenwirkungen. Nicht viel erwarten dürfen Übergewichtige beispielsweise von Kohlsuppen-Kapseln. Zwar haben viele sekundäre Pflanzenstoffe tatsächlich eine appetitbremsende Wirkung. "In diesen Kapseln befinden sich davon nur so geringe Mengen, dass der Effekt gleich null ist", betont Forscher Leitzmann.

Satt werden ohne Kalorien lautet das Versprechen für so genannte Quellmittel aus unverdaulichen Ballaststoffen, die im Magen aufquellen und bewirken sollen, dass man weniger isst. Sie eignen sich insbesondere für den Einstieg in eine Diät. Aber: "Jeder reagiert anders. Wichtig ist also, eigene Erfahrungen mit verschiedenen Dosierungen zu machen", empfiehlt der Experte.

Gegen Heißhunger-Attacken soll das homöopathische Medikament Madar aus der Wurzelrinde eines asiatischen Strauches wirken. Studien haben gezeigt, dass Madar das Heißhungergefühl dämpfen kann, allerdings sind sie wissenschaftlich nicht stichfest. Sibutramin ist der Name eines Wirkstoffes im verschreibungspflichtigen Medikament "Reductil", der den Appetit bremsen und den Energieverbrauch steigern soll. Sibutramin wirkt tatsächlich auf die Botenstoffe im Gehirn ein. Man fühlt sich schneller satt, isst weniger und verbraucht gleichzeitig mehr Kalorien, da sich der Körper leicht erwärmt. Allerdings gibt es vermutlich gefährliche Nebenwirkungen. So sprechen Verbraucherschützer in den USA von bislang 49 Todesfällen in Zusammenhang mit dem Mittel, das 2002 in Italien verboten wurde.


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